Innehalten.

Ein Wort, welches bei nicht wenigen Zeitgenossen bis vor kurzer Zeit eher ein Hochziehen der Augenbraue verursacht hat, gewinnt in diesen Tagen, mitten in der Corona Krise plötzlich an Bedeutung.

Früher wurden die Leute zu immer mehr Leistung angetrieben, was bis heute nachwirkt. Schneller, effizienter, noch eine Aufgabe hier und da noch ein neues Projekt. Besser sein als die Anderen. Die neuen Medien tun ihr Übriges dazu und nicht wenige Menschen haben diese Schnelllebigkeit in ihren Alltag übernommen. Die Fallzahlen der psychischen Erschöpfung steigen steil an. Rund 20% der Krankschreibungen 2019 gehen darauf zurück.

Heute muss man die Leute zur Langsamkeit zwingen bevor ihr Körper sie zur Pause nötigt. Und plötzlich entsteht eine neue, bedrohliche Situation, die in ihrer Dynamik nicht mal ansatzweise abschätzbar ist. Zuhause bleiben. Möglichst wenig Kontakte. Nicht mehr arbeiten dürfen. Noch weniger Kontakte. Von 100 auf fast Null.

Vielleicht liegen in dieser Krise genau hier die Chancen. Unabänderbares annehmen. Das Beste daraus machen. Alte Tugenden neu entdecken und persönliche Prioritäten neu ordnen. Und, wenn diese Krise überwunden ist und die Wirtschaft wieder anläuft, nicht noch schneller im Hamsterrad rennen als zuvor. Vielleicht könnt ihr die neuen Erkenntnisse und Prioritäten mit in den Arbeitsalltag gewinnbringend für alle einsteuern.

Ich wünsche es Euch.

Bleibt gesund!